Aktuell

Bekannt wurde er unter seinem Pseudonym -ky, unter dem er Berliner Krimis veröffentlicht hat. Zehn Jahre lang konnte Horst Bosetzky seine wahre Identität geheim halten. Denn eigentlich ist er Professor der Soziologie, Spezialgebiet Organisationstheorie. Doch seit 1971 ist der gebürtige Neuköllner auch über Berlin hinaus als Autor bekannt. Am Donnerstag wird Horst Bosetzky 80 Jahre alt. Ulrike Bieritz hat den inzwischen schwerkranken Vielschreiber zu Hause besucht.  

Das SYNDIKAT gratuliert ganz herzlich!

Fernsehfilm der Woche nach einem Roman von Friedrich Ani – verfilmt von Volker Schlöndorff

Der pensionierte Kriminalhauptkommissar Jakob Franck, der oft als "Todesbote" Angehörige informieren musste, hofft jetzt, ein Leben jenseits der Toten führen zu können.
Doch die Vergangenheit holt ihn ein, als sich ein verzweifelter Mann an ihn wendet. Es ist Ludwig Winther, dessen Ehefrau Doris sich gerade erhängt hat. Er gibt dem Kommissar eine Mitschuld an ihrem Tod.
Franck erinnert sich: Vor zwei Jahren hatte er Doris Winther die Nachricht vom Tod der 17-jährigen Tochter Esther überbringen müssen und ihr dann sieben Stunden, ohne ein Wort zu sprechen, beigestanden. Das war selbst für ihn, der besonders einfühlsam mit Hinterbliebenen umgehen kann, sehr ungewöhnlich.
Laut polizeilichem Untersuchungsergebnis war die Todesursache der Tochter Selbstmord durch Erhängen. Der Vater hielt das schon damals für falsch und glaubt nach wie vor, dass Esther ermordet wurde. Er wünscht sich Klarheit.
Ex-Kommissar Jakob Franck fühlt sich verpflichtet und macht sich daran, "einen toten Fall zum Leben zu erwecken" und mithilfe seiner eigenen Methode, der "Gedankenfühligkeit", die näheren Umstände von Esthers Tod aufzuklären.

Das SYNDIKAT empfielt:

DIE LANGE KRIMINACHT

"Mörderische Eifel"
Lesung mit Guido M. Breuer, Carsten Sebastian Henn und Rudi Jagusch
Freitag, den 09. März 2018, 19.30 Uhr

Tatort Eifel. Die Menschen zwischen dem Ahrgebirge und der Moseleifel scheinen eine besondere Affinität zu Kapitalverbrechen zu haben, nimmt man die zahlreichen Eifel-Krimis als Maßstab, die jedes Jahr erscheinen. Von den Weinhängen an der Mosel, deren Spitzenlagen Kenner zum Schwärmen bringen, bis zur Nordeifel, wo es eher rustikal zugeht, wird gemordet und gemeuchelt, was das Zeug hält. Entdecken Sie drei Vertreter des Eifel-Krimis, die sich auch bundesweit einen Namen als Autoren gemacht haben. Dabei kommt auch der Humor nicht zu kurz!

Kein Fernsehabend ohne Krimi oder CSI-Serie. Wie stark beeinflusst uns das? Werden Verbrecher durch Krimis besser? Unbescholtene Zuschauer jedenfalls lernen davon, sagen Wissenschaftler. Von Tanja Walter

Mehr als 14 Millionen Zuschauer lockte 2017 ein Münster-"Tatort" vor den Fernseher. Ob Krimis, CSI-Serien oder Sendungen zur Verbrechensaufklärung wie Aktenzeichen XY – Verbrechen faszinieren sehr viele Menschen.

Und was wir dort sehen, geht keinesfalls spurlos an uns vorüber, sagt Kommunikationswissenschaftlerin Carina Jasmin Englert. TV-Serien können den Zuschauer beeinflussen. "CSI-Effekt" nennt sich dieses Phänomen. Aber wie genau können fiktive Inhalte auf das reale Leben abfärben? Wie beeinflusst die Darstellung von Verbrechen die Verbrechensaufklärung? Das wollte auch Englert wissen und stellte dazu eine Studie an. Polizisten, Richter, Staatsanwälte und Kriminaltechniker fragte die Forscherin dazu nach ihrer Meinung.

Der Deutsche Krimipreis 2018 geht in der Kategorie »National« an Oliver Bottini, Monika Geier und Andreas Pflüger. Der in Berlin lebende Autor Oliver Bottini wird für seinen Roman »Der Tod in den stillen Winkeln des Lebens« ausgezeichnet. Monika Geier erhält die Auszeichnung für »Alles so hell da vorn« und der ebenfalls in Berlin lebende Andreas Pflüger wird für »Niemals« ausgezeichnet

Das teilte das Bochumer Krimiarchiv mit, das die Vergabe der Auszeichnung alljährlich organisiert.

In der Kategorie »International« ging die Auszeichnung an John leCarré für »Das Vermächtnis der Spione« (Ullstein), in dem der britische Altmeister des Agentenromans nach mehr als fünfzig Jahren noch einmal an seinen Weltbestseller »Der Spion, der aus der Kälte kam« (1963) anknüpft.

Seit 1985 zeichnet die Jury des Deutschen Krimipreises, bestehend aus Kritikern, Krimi-Buchhändlern, alljährlich jene Krimis aus, die »literarisch gekonnt und inhaltlich originell dem Genre neue Impulse geben«. Der Deutsche Krimipreis ist nicht dotiert, genießt aber als die älteste Kritiker-Auszeichnung des Genres im deutschsprachigen Raum hohes Ansehen. Eine öffentliche Verleihung des Preises findet auch in diesem Jahr nicht statt.

Der Deutsche Krimi Preis 2018 geht an:

NATIONAL:

  1. Platz: Oliver Bottini: Der Tod in den stillen Winkeln des Lebens (Dumont)
  1. Platz: Monika Geier: Alles so hell da vorn (Ariadne bei Argument)
  1. Platz: Andreas Pflüger: Niemals (Suhrkamp)

Neuerscheinungen

Ich schenke dir den Tod
Ralf Gebhardt
Ich schenke dir den Tod
Leipzig Morbid
Günther Zäuner
Leipzig Morbid
Totenweg
Romy Fölck
Totenweg
Fränkisches Sushi
Susanne Reiche
Fränkisches Sushi