Aktuell

Das SYNDIKAT empfielt:

DIE LANGE KRIMINACHT

"Mörderische Eifel"
Lesung mit Guido M. Breuer, Carsten Sebastian Henn und Rudi Jagusch
Freitag, den 09. März 2018, 19.30 Uhr

Tatort Eifel. Die Menschen zwischen dem Ahrgebirge und der Moseleifel scheinen eine besondere Affinität zu Kapitalverbrechen zu haben, nimmt man die zahlreichen Eifel-Krimis als Maßstab, die jedes Jahr erscheinen. Von den Weinhängen an der Mosel, deren Spitzenlagen Kenner zum Schwärmen bringen, bis zur Nordeifel, wo es eher rustikal zugeht, wird gemordet und gemeuchelt, was das Zeug hält. Entdecken Sie drei Vertreter des Eifel-Krimis, die sich auch bundesweit einen Namen als Autoren gemacht haben. Dabei kommt auch der Humor nicht zu kurz!

Kein Fernsehabend ohne Krimi oder CSI-Serie. Wie stark beeinflusst uns das? Werden Verbrecher durch Krimis besser? Unbescholtene Zuschauer jedenfalls lernen davon, sagen Wissenschaftler. Von Tanja Walter

Mehr als 14 Millionen Zuschauer lockte 2017 ein Münster-"Tatort" vor den Fernseher. Ob Krimis, CSI-Serien oder Sendungen zur Verbrechensaufklärung wie Aktenzeichen XY – Verbrechen faszinieren sehr viele Menschen.

Und was wir dort sehen, geht keinesfalls spurlos an uns vorüber, sagt Kommunikationswissenschaftlerin Carina Jasmin Englert. TV-Serien können den Zuschauer beeinflussen. "CSI-Effekt" nennt sich dieses Phänomen. Aber wie genau können fiktive Inhalte auf das reale Leben abfärben? Wie beeinflusst die Darstellung von Verbrechen die Verbrechensaufklärung? Das wollte auch Englert wissen und stellte dazu eine Studie an. Polizisten, Richter, Staatsanwälte und Kriminaltechniker fragte die Forscherin dazu nach ihrer Meinung.

Der Deutsche Krimipreis 2018 geht in der Kategorie »National« an Oliver Bottini, Monika Geier und Andreas Pflüger. Der in Berlin lebende Autor Oliver Bottini wird für seinen Roman »Der Tod in den stillen Winkeln des Lebens« ausgezeichnet. Monika Geier erhält die Auszeichnung für »Alles so hell da vorn« und der ebenfalls in Berlin lebende Andreas Pflüger wird für »Niemals« ausgezeichnet

Das teilte das Bochumer Krimiarchiv mit, das die Vergabe der Auszeichnung alljährlich organisiert.

In der Kategorie »International« ging die Auszeichnung an John leCarré für »Das Vermächtnis der Spione« (Ullstein), in dem der britische Altmeister des Agentenromans nach mehr als fünfzig Jahren noch einmal an seinen Weltbestseller »Der Spion, der aus der Kälte kam« (1963) anknüpft.

Seit 1985 zeichnet die Jury des Deutschen Krimipreises, bestehend aus Kritikern, Krimi-Buchhändlern, alljährlich jene Krimis aus, die »literarisch gekonnt und inhaltlich originell dem Genre neue Impulse geben«. Der Deutsche Krimipreis ist nicht dotiert, genießt aber als die älteste Kritiker-Auszeichnung des Genres im deutschsprachigen Raum hohes Ansehen. Eine öffentliche Verleihung des Preises findet auch in diesem Jahr nicht statt.

Der Deutsche Krimi Preis 2018 geht an:

NATIONAL:

  1. Platz: Oliver Bottini: Der Tod in den stillen Winkeln des Lebens (Dumont)
  1. Platz: Monika Geier: Alles so hell da vorn (Ariadne bei Argument)
  1. Platz: Andreas Pflüger: Niemals (Suhrkamp)

Mit mehr als acht Millionen Zuschauern lief es für das ZDF am Samstagabend überragend gut. Aber auch Kai Pflaume darf mit den Quoten zufrieden sein, die er im Ersten holte.

Erst vergangene Woche Samstag hatte «Wer weiß denn sowas XXL» einen neuen Reichweiten-Rekord im Ersten geholt. Fast 6,7 Millionen Zuschauer sahen damals die mehr als dreistündige Ausgabe der Ratesendung, die mit prominenten Gästen wie Steffen Henssler und Dieter Bohlen aufwartete. Am ersten Samstag des neuen Jahres sendeten die Programmverantwortlichen gleich noch eine neue Folge der Show, die allerdings einige Zuschauer einbüßte. Ab 20.15 Uhr sahen das von Kai Pflaume präsentierte Format 5,66 Millionen Zuschauer, was für Das Erste mit weiterhin starken 18,5 Prozent am Gesamtmarkt einherging. 

Gut lief es auch bei den 14- bis 49-Jährigen, aus deren Reihen 1,18 Millionen Menschen stammten. Das hatte einen eindeutig überdurchschnittlichen Marktanteil von 12,6 Prozent zur Folge, womit man aber in beiden Altersgruppen deutlich hinter dem ZDF landete. «Wilsberg»  sicherte sich bei den Mainzern zugleich nämlich herausragende 8,31 Millionen Zuschauer, was in bärenstarke 25,3 Prozent Marktanteil bei allen gipfelte. Zuvor war es der Reihe noch nie gelungen, die Marke von acht Millionen Zuschauern zu knacken. Doch damit nicht genug: Mit der ermittelten Reichweite lief «Wilsberg» gleich am sechsten Tag des neuen Jahres stärker als jeder andere Krimi, den das ZDF im abgelaufenen Jahr 2017 gezeigt hatte. 

Das SYNDIKAT gratuliert dem Wilsberg-Erfinder Jürgen Kehrer zu diesem bombastischen Erfolg – herzliche Glückwünsche!

Krimi-Deutschland trägt Trauer: Mit 89 Jahren ist der Kölner Schriftsteller Hans Werner Kettenbach gestorben, ein Meister des genau gefügten Plots. Persönlich gefärbte Erinnerungen.

Wir haben uns bis zuletzt beiderseits um ein Treffen bemüht, haben über zehn Jahre hin Dutzende Male miteinander telefoniert und davon geredet – gesehen aber haben wir uns nie.

Jetzt ist der Kölner Krimischriftsteller Hans Werner Kettenbach 89-jährig verstorben – und mir bleibt nun nur noch die Hoffnung, dass es denn dereinst dort mit dem von uns vielbeschworenen Treffen klappen möge, wo er nun ist.

Denn mit dem Alten zu reden, der zuletzt viele Jahre an seinen Rollstuhl gefesselt in seiner Kölner Wohnung festsaß und an neuen Plots herumdachte, war für mich, den jüngeren Schriftsteller, nicht nur unter schreiberischen Aspekten eine Freunde, sondern gerade deshalb so erstaunlich und gewinnbringend, weil am anderen Ende der Leitung einer saß, der – im Gegensatz zu den meisten anderen Kollegen – zuhören konnte, statt immer nur die eigenen Erfolge zu besingen. Kettenbach besaß, was den meisten anderen seiner Zunft abgeht: Empathie – und das neidlose Interesse an der Arbeit des Anderen.

Das SYNDIKAT trauert um den Ehrenglauser-Preisträger und spricht Familie, Freunden und Wegbeleitern sein herzliches Beileid aus.

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