Krimi-Deutschland trägt Trauer: Mit 89 Jahren ist der Kölner Schriftsteller Hans Werner Kettenbach gestorben, ein Meister des genau gefügten Plots. Persönlich gefärbte Erinnerungen.

Wir haben uns bis zuletzt beiderseits um ein Treffen bemüht, haben über zehn Jahre hin Dutzende Male miteinander telefoniert und davon geredet – gesehen aber haben wir uns nie.

Jetzt ist der Kölner Krimischriftsteller Hans Werner Kettenbach 89-jährig verstorben – und mir bleibt nun nur noch die Hoffnung, dass es denn dereinst dort mit dem von uns vielbeschworenen Treffen klappen möge, wo er nun ist.

Denn mit dem Alten zu reden, der zuletzt viele Jahre an seinen Rollstuhl gefesselt in seiner Kölner Wohnung festsaß und an neuen Plots herumdachte, war für mich, den jüngeren Schriftsteller, nicht nur unter schreiberischen Aspekten eine Freunde, sondern gerade deshalb so erstaunlich und gewinnbringend, weil am anderen Ende der Leitung einer saß, der – im Gegensatz zu den meisten anderen Kollegen – zuhören konnte, statt immer nur die eigenen Erfolge zu besingen. Kettenbach besaß, was den meisten anderen seiner Zunft abgeht: Empathie – und das neidlose Interesse an der Arbeit des Anderen.

Das SYNDIKAT trauert um den Ehrenglauser-Preisträger und spricht Familie, Freunden und Wegbeleitern sein herzliches Beileid aus.

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Foto: imago / Dieter Bauer