Mit mehr als acht Millionen Zuschauern lief es für das ZDF am Samstagabend überragend gut. Aber auch Kai Pflaume darf mit den Quoten zufrieden sein, die er im Ersten holte.

Erst vergangene Woche Samstag hatte «Wer weiß denn sowas XXL» einen neuen Reichweiten-Rekord im Ersten geholt. Fast 6,7 Millionen Zuschauer sahen damals die mehr als dreistündige Ausgabe der Ratesendung, die mit prominenten Gästen wie Steffen Henssler und Dieter Bohlen aufwartete. Am ersten Samstag des neuen Jahres sendeten die Programmverantwortlichen gleich noch eine neue Folge der Show, die allerdings einige Zuschauer einbüßte. Ab 20.15 Uhr sahen das von Kai Pflaume präsentierte Format 5,66 Millionen Zuschauer, was für Das Erste mit weiterhin starken 18,5 Prozent am Gesamtmarkt einherging. 

Gut lief es auch bei den 14- bis 49-Jährigen, aus deren Reihen 1,18 Millionen Menschen stammten. Das hatte einen eindeutig überdurchschnittlichen Marktanteil von 12,6 Prozent zur Folge, womit man aber in beiden Altersgruppen deutlich hinter dem ZDF landete. «Wilsberg»  sicherte sich bei den Mainzern zugleich nämlich herausragende 8,31 Millionen Zuschauer, was in bärenstarke 25,3 Prozent Marktanteil bei allen gipfelte. Zuvor war es der Reihe noch nie gelungen, die Marke von acht Millionen Zuschauern zu knacken. Doch damit nicht genug: Mit der ermittelten Reichweite lief «Wilsberg» gleich am sechsten Tag des neuen Jahres stärker als jeder andere Krimi, den das ZDF im abgelaufenen Jahr 2017 gezeigt hatte. 

Das SYNDIKAT gratuliert dem Wilsberg-Erfinder Jürgen Kehrer zu diesem bombastischen Erfolg – herzliche Glückwünsche!

Krimi-Deutschland trägt Trauer: Mit 89 Jahren ist der Kölner Schriftsteller Hans Werner Kettenbach gestorben, ein Meister des genau gefügten Plots. Persönlich gefärbte Erinnerungen.

Wir haben uns bis zuletzt beiderseits um ein Treffen bemüht, haben über zehn Jahre hin Dutzende Male miteinander telefoniert und davon geredet – gesehen aber haben wir uns nie.

Jetzt ist der Kölner Krimischriftsteller Hans Werner Kettenbach 89-jährig verstorben – und mir bleibt nun nur noch die Hoffnung, dass es denn dereinst dort mit dem von uns vielbeschworenen Treffen klappen möge, wo er nun ist.

Denn mit dem Alten zu reden, der zuletzt viele Jahre an seinen Rollstuhl gefesselt in seiner Kölner Wohnung festsaß und an neuen Plots herumdachte, war für mich, den jüngeren Schriftsteller, nicht nur unter schreiberischen Aspekten eine Freunde, sondern gerade deshalb so erstaunlich und gewinnbringend, weil am anderen Ende der Leitung einer saß, der – im Gegensatz zu den meisten anderen Kollegen – zuhören konnte, statt immer nur die eigenen Erfolge zu besingen. Kettenbach besaß, was den meisten anderen seiner Zunft abgeht: Empathie – und das neidlose Interesse an der Arbeit des Anderen.

Das SYNDIKAT trauert um den Ehrenglauser-Preisträger und spricht Familie, Freunden und Wegbeleitern sein herzliches Beileid aus.

TV-Kriminalfilm A, D 2017, 90′ – mit Miriam Stein, Hary Prinz, Johannes Zeiler, Marcus Mittermeier, Christopher Schärf, Ferdinand Seebacher, Johannes Nussbaum

Inhalt

Nach dem Roman von Claudia Rossbacher. Das Schladminger Nightrace, das wichtigste Schirennen des Jahres, steht vor der Tür. Fünfzigtausend Menschen werden erwartet – Ausnahmezustand. Sandra Mohr und Sascha Bergmann vom LKA Graz werden hinbeordert um das rätselhafte Verschwinden des Trainers des österreichischen Ski-Teams zu untersuchen. Keiner hat etwas gehört, keiner hat etwas gesehen. 88.4

Christine Westermann begibt sich am 8. Januar für den WDR mit gleich vier Autoren und ihren Krimis auf Spurensuche quer durch Köln. Gesendet wird um 22:40 Uhr.

Christine Westermann verfolgt in "Mord de Cologne", wie das boersenblatt berichtet, eine Spur der Gewalt in der Domstadt, vier Kriminalromane sind dabei ihre "Reiseführer" in unterschiedliche Epochen.

Der Schriftsteller Frank Schätzing begleitet die Kritikerin und Moderatorin mit seinem Roman Tod und Teufel (Emons) ins Mittelalter, Petra Reategui entführt sie mit Der gestohlene Duft (Emons) in das barocke Köln, die Geburtsstadt des Eau de Cologne. Mit Barbara Becker-Jákli und ihrem Krimi Mord im Biedermeier (cmz) lernt Christine Westermann, wie man damals ein Huhn rupfte und Krimi-Autor Stefan Winges öffnet ihr mit Mord im Afrika-Klub (Emons) die Türen zu einem mörderischen Herren-Club aus der Kolonialzeit.

Die Initiative #verlagegegenrechts plant für die Leipziger Buchmesse 2018 haufenweise Aktionen und hofft auf Unterstützung: Die Crowdfunding-Kampagne für Leipzig läuft noch bis 21. Januar 2018 und soll mindestens 7.500 Euro bringen.